Was habe ich mit den HochX Themen zu tun?

Das Leben ist bunt, wenn wir es ausmalen.

Als kleines Kind hatte ich schon das Gefühl anders zu sein, als die Anderen. Ich interessierte mich für Tiere und die Natur, habe gerne Bücher geschaut und später selbst gelesen und ich spürte, wie es den Menschen um mich herum ging. Mein Gerechtigkeitssinn war schon sehr früh aktiv und ich konnte es nicht ertragen, wenn jemand aus der Gruppe ausgeschlossen wurde.

Mein „anders sein und fühlen“ führte dazu, dass ich mein Leben lang als Außenseiter galt. Ich gehörte nicht den Coolen an, die als Gruppe zusammen Unternehmungen machten und immer auf dem neusten Stand waren. Als Schulkind und Jugendliche wäre ich gerne ein Teil von Ihnen gewesen, obwohl ich, wenn ich mal einen Ausflug begleitet habe, mich sehr unwohl fühlte und mit den Themen dort, die ich als sehr oberflächlich sah, nichts anfangen konnte. Es war mir ziemlich egal, welchen Job die Eltern hatten, wer den besten Urlaub verbrachte, welche Marken gerade angesagt waren, für die man viel Geld ausgab, um up to Date zu sein.

Für mich zählte, wie man miteinander umgeht, dass man auf den anderen achtet und mit Respekt gegenübertritt. Das man Jeden so annimmt, wie er ist und aus seinen Stärken lernt und schlussendlich auch profitiert, wenn man als Team arbeitet.

Damals konnte ich das natürlich noch nicht so reflektiert äußern, sondern fühlte mich einfach als schwarzes Schaf. Ich passte mich meiner Umgebung an, wie ein Chamäleon und gliederte mich in das „so muss man sein“ ein.

So machte ich Ausbildungen, die laut Gesellschaft sicher seien, obwohl ich eigentlich viel lieber studiert hätte. Der Job machte mich tierisch unglücklich und ich wurde letztendlich krank. Das Kranksein brachte mich dazu, mir zu überlegen, wie es weiter gehen soll. Ich wusste, dass ich nicht mehr in mein altes Leben zurück gehen wollte. Doch was war die Alternative? Ich bestellte mir einen Katalog mit Fernstudiengängen und machte bei jedem Studiengang, den ich interessant fand, ein Post it rein. Ich glaube ich hatte zum Schluß 20 Post-its kleben, was meine vielseitigen Interessen zum Ausdruck bringt.

Natürlich hatte ich dazu damals auch noch keine Erklärung. Ich finde einfach Vieles spannend und interessant und freue mich über neue Impulse in vielen Bereichen. Mein Kopf braucht einfach den Input von neuem Wissen. Ob ich Hochbegabt bin weiß ich nicht. Ich habe mich nie testen lassen, denn was bringt es mir? Was bringt es mir, wenn ich in den Bereichen, die getestet werden besonders gut bin? Was sagt es über mich als Mensch aus? Und was sagt es aus, wenn ich es in den Bereichen nicht bin, dafür aber in anderen Bereichen wäre, die nicht getestet werden? Was ich sagen kann ist, dass ich vielbegabt bin.

Früher dachte ich immer ich sei einfach chaotisch, wüsste nicht, was ich wolle. Ich habe so viele Gedanken in meinem Kopf, so viele Projekte, die ich gerne starten möchte, dass ich manchmal gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Dadurch, dass ich jetzt einen Namen dafür habe, fällt es mir persönlich leichter, damit umzugehen. Es ist eine weitere Gabe von mir, so sein zu dürfen.

Genauso, wie ich es mittlerweile als Gabe sehe hochsensibel und hochsensitiv zu sein. Ich spüre nun mal, wie es anderen in meinem Umfeld geht. Ich bin sensibel, wenn es um Licht und Geräusche geht und ich brauche meine Auszeiten, um mich von einem stressigen Tag zu erholen.

Seit ich all das so sehe, hat sich mein Bild, ich sei ein schwarzes Schaf, zu dem Bild ich bin ein buntes Zebra (Danke an Anne Heintze) verwandelt. Ich bin ein buntes Zebra (Buchtipp: Aussergewöhnlich normal, Anne Heintze), mit vielen Ideen, Gedanken, einfühlsam und sensibel und genau das macht mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Und ich brauchte genau mein Leben, mit all dem was dazu gehört, um die Erfahrungen zu machen um jetzt in meiner Praxis als Coach tätig zu sein und den Menschen, die mir gegenüber sitzen Impulse zu geben, wie sie ihren Weg gehen können. Wie sie ihr individuelles Potenzial entdecken können, um sich selber so anzunehmen, wie sie sind und dafür bin ich unendlich dankbar.