Prüfungsangst

Mit den richtigen Gedanken kannst du alles schaffen.

Kennst du das? Du hast für deine Klausur gelernt und konntest einen Abend zuvor noch alles. Auch kurz vor der Klausur konntest du deinen Mitschülern noch offene Fragen beantworten und fühltest dich sicher. Doch dann passiert es – die Klausur wird ausgeteilt, du hast sie vor die liegen, schaust über die Aufgabenstellungen und dann ist es da- das Brett vor dem Kopf.

Dein Kopf fühlt sich einfach leer an. Nichts von dem, was du gelernt hattest kannst du abrufen. Du bekommst Panik, denkst dir, dass kann doch jetzt nicht sein. Gerade jetzt, in dieser Klausur, die so wichtig ist. Die vielleicht dafür entscheidend ist, ob du die Versetzung schaffst, oder für das Abi zugelassen wirst. Ausgerechnet jetzt ist alles einfach weg. Du bekommst nasse Hände, fängst an zu schwitzen und weißt nicht mehr weiter.

Oder du hast ein Referat zu halten. Du hast den Vortrag gut ausgearbeitet, hast recherchiert, eine Präsentation vorbereitet, dir Stichpunkte gemacht und bist bereit für deinen Vortrag. Jetzt stehst du da und alle Augen sind auf dich gerichtet. Alle schauen dich erwartungsvoll an. Vielleicht siehst du ein paar Clowns, die komische Grimassen schneiden, tuscheln oder mit dem Kopf auf dem Tisch liegen und dir signalisieren, dass es sie nicht interessiert.
Und du spürst in dir drin so ein komisches Gefühl. Es schleicht sich ganz langsam an. Deine Hände werden etwas feucht und Panik macht sich in dir breit und all das, was du so gut vorbereitet hast ist weg. Auch die Stichpunkte, die du dir gemacht hast, nur so zur Sicherheit, denn eigentlich kannst du deinen Text in und auswendig, sind dir keine Hilfe. Du stehst einfach nur da, wie erstarrt und bekommst keinen Ton heraus.

Ich könnte noch viele dieser Beispiele beschreiben, denn es gibt sie in ganz vielen Bereichen und auch Erwachsene kennen diese Momente, in denen der Kopf sich wie ausgeschaltet anfühlt und man erstarrt und handlungsunfähig ist.

Aber woran liegt es, dass dieses Blackout, die Prüfungsangst oder das berühmte Brett vor dem Kopf auftauchen? In einem persönlichen Coaching erkläre ich dir gerne mehr dazu.

Um es kurz zu machen – es ist ein Schutzmechanismus des Gehirns, was bei Gefahr die Region des Denkens abschaltet, damit man mehr Energie zum Überleben hat. Hört sich komisch an, ich weiß, deshalb werde ich es etwas näher erklären.

Paul McLean hat es in seinem Modell „das dreieinige Gehirn“ sehr gut dargestellt. Und zwar gibt es im Gehirn verschiedene Regionen, die verschiedene Aufgaben haben.

  • Das Stammhirn, welches für die Überlebenswichtigen Funktionen zuständig ist und auch den Notschalter betätigt, wenn Gefahr im Anmarsch ist.
  • Das Repitiliengehirn, welches die Aufgabe hat, dasss du dich ruhig verhalten kannst.
  • Dann kommt das Säugetiergehirn, welches mit dem Limbischen System die Aufgabe der Gefühle übernimmt.
  • Und zum Schluß, der Neocortex, das menschliche Gehirn, welches die Aufgabe des planen, Konzentrieren und Handeln hat.

Alle Bereiche arbeiten zusammen und sind miteinander vernetzt.

Jetzt nehmen wir mal an, du läufst über die Straße und ein Auto kommt schnell auf dich zugefahren. In diesem Moment ist es wichtig, dass du dich beeilst, um rechtzeitig von der Straße zu sein, bevor das Auto dich erwischt. Damit das funktioniert, benötigst du nicht den Teil des Neocortex, der anfängt zu planen und zu überlegen, wie du am besten über die Straße kommst, sondern du musst dich beeilen und schnell handeln. Während dieses Prozesses wird vermehrt Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Damit deine Muskeln die benötigte Energie haben, setzt in diesem Moment das Stammhirn ein, was dafür sorgt, dass du überlebst. Und damit du dafür genug Energie hast, kappt es für diese Zeit die Verbindung zu den restlichen Gehirnarealen. Jetzt funktionierst du nur auf Stammhirnebene, in der es ums Überleben geht. Ist die Situation zu Ende, regeneriert sich dein Körper und das Gehirn wieder und das System läuft wieder rund.

Vielleicht fragst du dich, was mein Beispiel, mit deiner Situation in der Schule zu tun hat.

Wenn du im Klassenzimmer sitzt und quasi die Klausur als Gefahr einstufst, weil du vielleicht Angst vor dem Ergebnis hast, dann registriert es dein Gehirn als Gefahr. Denn deinem Gehirn ist es dabei egal, ob es sich um ein heranfahrendes Auto oder eine Klausur handelt. Es bemerkt nur dein Denken, schüttet dadurch vermehrt Cortisol und Adrenalin aus und stuft die Situation als Gefahr ein. Das hat zur Folge, dass das Stammhirn quasi ums Überleben kämpft und die restlichen Gehirnbereiche lahm legt. Das Gefühl – ich hab ein Brett vor dem Kopf – ist also gar nicht sooo verkehrt ?

Das zu wissen erklärt schon mal den Auslöser, aber was kannst du jetzt machen, damit dein Gehirn eine Klausur oder eine Präsentation, oder oder, oder nicht als Gefahr einstuft?

Dafür gibt es im Coaching verschiedene Methoden und Herangehensweisen, die dich dabei unterstützen ruhig und gelassen zu bleiben und dein vorhandenes Wissen abzurufen.

Interesse? Dann melde dich gerne bei mir und wir vereinbaren einen gemeinsamen Termin, an dem du mich kennenlernen kannst und mehr zu dem Thema erfährst.